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Der Regenwald

Ein Paradies in Gefahr

Jedes Jahr verschwinden ca. 180.000 km² Regenwald!

Eine Fläche so groß wie 25.714.000 Fußballfelder! Dieser Waldverlust trägt mit bis zu 35% zum Treibhauseffekt bei.
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Intakter Regenwald bedeutet:

- Sauerstoffproduktion

- Bindung von Kohlendioxid

- Lebensraum für Mensch und Tier


Tropischer Regenwald

Als tropischen Regenwald oder tropischen Tieflandregenwald bezeichnet man eine Vegetationsform, die nur in den immer feuchten tropischen Klimazonen anzutreffen ist. Tropische Regenwälder existieren in Süd- und Mittelamerika, Afrika und Südasien sowie Australien beidseits des Äquators bis ungefähr zum 10. Breitengrad, stellenweise aber auch deutlich darüber hinaus. Ausnahmen bilden die Andenregion Südamerikas und die Passat-Monsun-Zone in Ostafrika. Experten unterscheiden zwischen Tieflandregenwäldern bis in etwa 800 Meter Höhe und Nebelwäldern in den darüber gelegenen Höhen- und Bergregionen.

Ökologie

Aufgrund der Nähe zum Äquator ist die Tageslichtdauer weitgehend konstant. Die Sonne steht täglich etwa zwölf Stunden am Himmel, wobei die Dämmerung nicht einmal eine halbe Stunde dauert. Am frühen Vormittag, wenn sich bei zunehmender Sonneneinstrahlung Luft und Boden rasch erwärmen, steigt das verdunstende Regenwasser als feucht-warme Luft nach oben und ballt sich am Himmel in zunehmend dichteren Wolken zusammen. Nachmittags oder abends regnen diese Wolken in der Regel aus, häufig in Verbindung mit einem Gewitter.

Diese ganzjährigen Niederschläge, die im Frühjahr und im Herbst – während der so genannten Regenzeiten – besonders intensiv sind, führen dazu, dass mindestens in zehn Monaten des Jahres ein humides Klima herrscht. Gleichwohl verdunstet eine erhebliche Menge des Regens rasch wieder. Dieser Effekt wird durch das Blattwerk der Vegetation verstärkt, so dass die Vegetation selbst neuerlichen Niederschlag hervorruft. Die Niederschlagsmenge liegt mit jährlich 2000 bis 4000 mm fünfmal höher als in Mitteleuropa, wo die Werte bei 400 bis 800 mm liegen.

An der Luv-Seite tropischer Berghänge können die Niederschläge sogar auf Jahreswerte zwischen 6.000 mm und 12.000 mm (am hawaiianischen Waiʻaleʻale) ansteigen. Insbesondere dort, wo feuchte Passatwinde das ganze Jahr über aus der immer gleichen Richtung wehen, fällt auch der Steigungsregen stets auf der gleichen Bergseite, und an den Bergkämmen ergeben sich sehr ausgeprägte Wetterscheiden.

Generell ändern sich die Temperaturen in tropischen Regenwäldern nur sehr geringfügig. Die jahreszeitlichen Schwankungen betragen nur etwa 6 °C, die Tageshöchsttemperatur im wärmsten Monat beträgt ca. 30 °C, im kühlsten Monat sind es etwa 24 °C. Auch von Jahr zu Jahr schwanken die mittleren Jahrestemperaturen mit nur 0,5 °C kaum. Am ausgeprägtesten sind die Unterschiede zwischen der Tageshöchst- und der nächtlichen Tiefsttemperatur, die bis zu 10 °C betragen können. Weil unterscheidbare Jahreszeiten mit Vegetationspausen fehlen, bezeichnet man das Klima der tropischen Regenwälder auch als Tageszeitenklima.

Charakteristisch für das äußere Erscheinungsbild des immergrünen tropischen Regenwalds ist der so genannte Stockwerkbau, der sich vom Wurzelwerk über die bodennahe Krautschicht und die bis zu fünf Meter hohe Etage des Buschwerks bis hinauf zum dichten Hauptkronendach in 40 Meter Höhe und einzelnen, weit darüber hinaus ragenden Baumriesen erstreckt.

Da in jedem „Stockwerk“ andere, aber relativ konstante ökologische Bedingungen herrschen, haben sich im Verlauf der Evolution in den unterschiedlichen Höhen extrem viele und extrem spezialisierte Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die zudem häufig nur in einem kleinen Verbreitungsgebiet leben und daher eine nur geringe Populationsgröße aufweisen. So kommt es, dass die tropischen Regenwälder die weltweit höchste Artenvielfaltdichte sowohl hinsichtlich der Fauna als auch der Flora besitzen.

Aufgrund der hohen Niederschlagsmengen fließen durch viele tropische Regenwälder bedeutende Ströme, an erster Stelle der Amazonas, zum Beispiel in Brasilien, und danach der Kongo, die jeweils die beiden größten Wald-Fluss-Landschaften der Tropen bilden.

Immergrüne tropische Regenwälder besitzen aufgrund der ganzjährigen Vegetationszeit von Jahreszeiten unabhängige Stoffkreisläufe. Die Wälder stehen auf dem blanken Quarz uralter, verwitterter Böden (vergl. Abschnitt Bodenbeschaffenheit). Solche Böden besitzen nicht die chemischen Eigenschaften, um Nährstoffe oder Wasser zu speichern. Sämtliche Mineralien, die für die Ernährung der Pflanzen wichtig wären (u. a. Phosphor-, Stickstoff- und Calciumverbindungen), sind daher entweder in die lebende Biomasse überführt oder aber gänzlich ausgewaschen. Dies hat zur Folge, dass die für das Pflanzenwachstum unabdingbaren Nährstoffe ausschließlich über der Erde fixiert sind: In den lebenden oder erst seit kurzem abgestorbenen Pflanzen und Tieren.

Aufgrund der klimatischen Bedingungen werden heruntergefallene Pflanzenteile und Tierkadaver extrem schnell und kontinuierlich durch Destruenten zersetzt. Dadurch stehen alle abgestorbenen organischen Substanzen außerordentlich rasch wieder als anorganische Nährstoffe den Pflanzen zur Verfügung. Die Pflanzen wurzeln in der Regel flach, so dass das Wurzelwerk direkt unter der Oberfläche angesiedelt ist. Wegen des dichten Wurzelwerks versickern die frisch gebildeten Nährstoffe kaum in den Untergrund, sondern werden weitestgehend aufgenommen, bevor sie ausgewaschen oder von anderen Pflanzen verwendet werden. Sogenannte Mykorrhiza überführt dabei die Mineralstoffe unmittelbar nach ihrer Bildung wieder in die Pflanzen.

Einige Pflanzenteile fallen nicht einmal bis zum Boden, sondern werden schon in größerer Höhe zersetzt und von epiphytischen Pflanzen aufgenommen. Fehlen dagegen die Pflanzenwurzeln (z. B. nach Rodungen), so ist der Stoffkreislauf zerstört und die gebildeten Mineralstoffe werden mangels Haltefähigkeit des Bodens schon durch den Regen eines einzigen Tages ausgewaschen.

Tropische Regenwälder sind wegen der stetigen Versorgung mit Wasser besonders üppig begrünte Gebiete. Dieser Anschein von unbegrenztem Wachstumspotential trügt jedoch, da er nur von der oberhalb des Bodens sichtbaren Vegetation abgeleitet ist. Tatsächlich ist der Untergrund – im Unterschied zu europäischen Mischwäldern – sehr nährstoffarm und damit unfruchtbar. Seit vielen Millionen Jahren waren die Böden der meisten Regenwälder unentwegt der feucht-warmen Witterung ausgesetzt, so dass das Gestein im Untergrund extrem stark und mancherorts bis zu 50 Meter tief verwittert ist. Zugleich reicherten sich an der Oberfläche Eisenoxide und Aluminiumoxide an, die den Boden vieler tropischer Waldgebiete rötlich erscheinen lassen. Sie bestehen aus Ferralsolen und Latosolen, sehr versauerte, kaolinithaltige Böden mit denkbar geringer Kationenaustauschkapazität. Solche Böden stellen für Pflanzen nur noch eine physische Stabilitätsform für ihre Verankerung dar, für ihre Nährstoffversorgung sind sie dagegen wertlos.

Die üppige Vegetation der heutigen tropischen Regenwälder ist somit Ausdruck einer Anpassung an außerordentlich unwirtliche Böden. Sie existiert seit dem Tertiär, weil sich in ihr ein fein abgestimmter, gegen Störungen allerdings anfälliger Stoffkreislauf für organische Stoffe entwickelt hat (vergl. Abschnitt Stoffkreisläufe).

Pflanzen- und Tierwelt

Unter anderem durch die weitläufige Verteilung der einzelnen Baumarten entstand im immergrünen Regenwald die größte Artenvielfalt der Erde. Obwohl die tropischen Regenwälder nur noch 7 % der Erdoberfläche bedecken, befinden sich dort nach verschiedenen Schätzungen zwischen 40 % und mehr als 70 % aller auf der Erde lebenden Arten, das sind möglicherweise mehr als 30 Millionen Tier- und Pflanzenarten.[1]

Flora

Im tropischen Regenwald wachsen die Pflanzen sowohl extrem dicht nebeneinander als auch in einer bestimmten vertikalen Staffelung, die als Stratifikation oder Stockwerkbau bezeichnet wird. Häufig werden vier bis sechs unterschiedliche Etagen beschrieben, die jedoch nicht immer strikt voneinander getrennt werden können, sondern ineinander übergehen; die Ausprägung der verschiedenen Stockwerke hängt auch vom Standort des Waldes ab.

  • die Bodenschicht, bestehend aus dem Wurzelwerk der Pflanzen sowie aus einer meist sehr dünnen Humusdecke
  • die Krautschicht, zu der beispielsweise Moose, Farnpflanzen und andere Bodendecker mit sehr geringem Lichtbedarf gehören können
  • die Strauchschicht bis zur Höhe von ca. 5 m, zu der auch junge Bäume gehören
  • die Schicht der niedrigen Bäume
  • die Kronenschicht mit ihrem Hauptkronendach in ca. 40 m Höhe
  • die als „Baumriesen“ bekannten so genannten Überständer, die vereinzelt bis in ca. 60 m Höhe über das Hauptkronendach hinausragen

Die Bäume haben in der Regel flache, weit auslaufende Wurzeln, die entweder als Brett- oder als Stelzwurzeln ausgebildet werden.

Man unterteilt die Kletterpflanzen des Regenwaldes in Lianen, Epiphyten und Hemi-Epiphyten. Die Epiphyten (Aufsitzer) sind zum Beispiel Farne und Bromelien. Sie wachsen auf Astgabeln und Zweigen der Bäume, gehen dabei aber keine physiologische Verbindung mit dem Trägerbaum ein. Sie nutzen in den oberen Regionen der Bäume das dort stärkere Licht. Da es in der Höhe an Wasser und Nährstoffen mangelt, nutzen sie sogenannte Nischenblätter zur Bildung von Hohlräumen, in denen Humus entsteht und Wasser gesammelt wird. Viele Bromelien bilden wiederum mit ihren Blättern Zisternen, in denen sich Wasser sammelt. Dieses Wasser wird mit der Hilfe spezieller Absorptionsorgane (Saugschuppen) über die Blattoberfläche aufgenommen.

Epiphytische Orchideen wiederum besitzen Luftwurzeln, die mit einem Absorptionsgewebe überzogen sind. Lianen dagegen wurzeln im Boden und entfalten ihre Blätter erst im Kronendach. Dabei sind sie auch in der Lage, Luftwurzeln auszubilden, um eine zusätzliche Wasserversorgung zu gewährleisten. Hemi-Epiphyten haben einen Mittelweg für die Nährstoffversorgung gefunden: Sie beginnen ihr Leben als Epiphyt (Versorgung über die Blätter) und bilden bei Versorgungsengpässen Verbindungen zum Boden aus, um sich Wasser und Nährstoffe zu beschaffen.

Lianen und Epiphyten ergänzen das Erscheinungsbild der Urwaldvegetation. Auf einem Trägerbaum sind bis zu 80 verschiedene Aufsitzerarten gezählt worden.

Fauna

Die Fauna des tropischen Regenwaldes ist geprägt von einer außerordentlich großen Artenvielfalt.[2] Den weitaus größten Anteil bilden dabei die Gliederfüßer, also Insekten, Spinnentiere, Tausendfüßer und Krebstiere. Die Fauna wurde im Verlauf der Evolution auf vielfältige Weise an die besonderen ökologischen Bedingungen des Regenwaldes angepasst. Beispielsweise verbringen die auffällig gefärbten Baumsteigerfrösche ihr ganzes Leben in den Baumkronen – ihr Laich entwickelt sich in den Pfützen von Bromelienblättern. Wie viele andere Amphibien der Regenwälder sind sie sehr giftig.

Einige Reptilien des Regenwaldes erreichen eine beachtliche Größe. Zu nennen sind hier mehrere Krokodilarten oder die südamerikanischen Anakondas. Etwas kleinere Reptilien treten aus der Gruppe der Schildkröten und der Chamäleons auf.

Die Vögel des Regenwaldes tragen oft ein auffällig buntes Gefieder, zu nennen sind hier Aras, Paradiesvögel und Kolibris.

Die Säugetiere stellen nur eine kleine Artengruppe, das größte unter ihnen ist der afrikanische Waldelefant. Das größte Raubtier ist in Asien der Tiger und in Süd- und Mittelamerika der Jaguar. Auch Primaten kommen in den meisten großen Regenwäldern vor. Selten geworden ist der Orang-Utan[3], der in den Regenwäldern Südostasiens lebt; Gorilla, Schimpanse und Bonobo treten in Afrika auf, und viele kleinere Affenarten gibt es in den amerikanischen Regenwäldern. Die Flüsse der Regenwälder sind sehr fischreich. Sie ernähren in Südamerika Flussdelfine und Riesenotter.

Menschen im Regenwald

 

Tropische Regenwälder bieten nicht nur Tieren, sondern auch Menschen eine Heimat. Häufig sind dies indigene Völker, die eine eher isolierte Existenz in den Wäldern führen und weitestgehend eigenständig vom Wald und seinen Produkten leben können. Sie leben in der Regel als Jäger und Sammler, bauen aber auch Obst und Gemüse an. Einige, wie die Pygmäen-Völker in Zentralafrikas tropischen Regenwäldern, identifizieren sich selbst als „Waldvölker“.[4]

Weitere Beispiele für Menschen im Regenwald sind die Palawan, ein indigenes Volk mit etwa 40.000 Angehörigen, das seit Tausenden von Jahren die inzwischen letzten verbliebenen Stücke tropischen Regenwaldes auf der philippinischen Insel Palawan bewohnt.[5] Auch im Amazonas-Regenwald in Brasilien und Peru lebt eine Vielzahl indigener Völker. Dazu zählen große Gruppen wie die Yanomami mit über 30.000 Angehörigen, aber auch viele kleinere, unkontaktiert lebende Gruppen mit nur wenigen hundert Mitgliedern, die meist als Nomaden im Regenwald leben.[6]

Durch die Gefährdung des tropischen Regenwaldes geraten auch indigene Völker und ihre Lebensweise unter Druck. Häufige Probleme sind Rodung des Regenwaldes und Erschließung zur Rohstoffausbeutung. Die Durchsetzung der international anerkannten Rechte indigener Völker (z. B. das Übereinkommen über eingeborene und in Stämmen lebende Völker in unabhängigen Ländern) kann auch zum Schutz des Regenwaldes beitragen. Der Yanomami-Park in Brasilien beispielsweise, das größte anerkannte indigene Gebiet im tropischen Regenwald weltweit, stellt eine Fläche von 9,6 Millionen Hektar Regenwald für die Yanomami zur Verfügung und hat das Eindringen von Holzfällern und Goldgräbern minimiert.[7]

Die fünf großen Regenwaldgebiete in Asien, Afrika, Madagaskar, Südamerika (Neotropis) und Neuguinea sind zu unterschiedlichem Ausmaß durch unterschiedliche menschliche Aktivitäten gefährdet. Kommerzielle Holzentnahme ist in zunehmendem Ausmaß die wichtigste Ursache, besonders in Südostasien. Jagd auf große Wirbeltiere in zugänglichen Waldgebieten kann große Auswirkungen auf die Ökosysteme haben. Waldbrände, die nach Rodungen von Bauern gelegt werden, sind ein zunehmendes Problem. Insgesamt wird die Abholzung durch Kleinbauern dominiert, wenngleich großflächige, kommerzielle Monokulturen zunehmend relevanter werden, insbesondere Ranching in der Neotropis. Politische Instabilität und bewaffnete Konflikte bereiten in einigen Regionen wie Afrika zusätzlich Probleme.[8]

Im Jahre 1950 wurde die Ausdehnung der tropischen Regenwälder auf 16 bis 17 Millionen km² geschätzt, also etwa 11 % der Landfläche der Erde. Im Jahre 1982 zeigte die Auswertung von Geländeuntersuchungen, Luftaufnahmen und Satellitenbildern, dass nur noch 9,5 Millionen km² übrig waren. Eine erneute Bestandsaufnahme im Jahre 1985 zeigte die Vernichtung einer weiteren Million km².[9]

Die Entwaldungsraten variieren deutlich zwischen den Regionen, am höchsten sind sie derzeit in Südostasien (Indonesien). In den nächsten Jahrzehnten ist aufgrund von Bevölkerungswachstum mit einer Verschärfung der Gefährdung zu rechnen.[8]

Schutzgebiete können einen Beitrag zum Schutz von Regenwäldern leisten, sind jedoch häufig unterfinanziert und daher nicht effektiv. Integrated Conservation and Development Projects waren bisher kaum erfolgreich. Die Erweiterung der Liste gefährdeter Arten sowie Zertifizierungsmaßnahmen können helfen, wobei der Handel mit Holz, Bushmeat und anderen Forstprodukten sehr schwer zu kontrollieren ist.[8]

Insgesamt ist die Situation kritisch, aber nicht hoffnungslos. Selbst in den am schwersten bedrohten Gebieten überleben Biota in kleinen Schutzgebieten oder verbleibenden Forstfragmenten. Mehr Arten werden überleben, wenn Parks effektiver geschützt werden und ungeschützte Gebiete nachhaltig geführt werden. Massive Finanzmittel sind hierzu erforderlich.[8]

Ursachen für die Regenwaldzerstörung

Legale und illegale Holzgewinnung ist oft der Hauptfaktor von Waldverlusten. In den meisten Fällen werden nur wenige Baumarten exportiert, so dass die Intensität gering ist. In Südostasien werden hingegen viele Arten gerodet, unter anderem weil der inländische Markt dort wichtiger und dieser weniger selektiv als der Exportmarkt ist. Neue Straßen und Infrastruktur begünstigen verstärkte Holzentnahme, Jagd und Rodung durch landlose Bauern. Waldbrände sind nach Holzentnahmen wahrscheinlicher.[8]

Die kommerzielle Jagd nach Bushmeat, die eher lokal orientierte Jagd auf traditionelle Medizinprodukte sowie der Handel mit Haustieren bedroht viele Wirbeltiere in den Tropen. Damit werden auch Interaktionen wie Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen, Samenfresser, Prädation gestört.[8]

Waldbrände kommen in ökologisch ungestörten Regenwäldern normalerweise nicht vor, außer unter Extrembedingungen wie El Niño. Der fragmentierte Kronenschluss und die Verfügbarkeit leicht brennbaren Materials in Holzentnahmegebieten machen diese Gebiete besonders anfällig für Brände. Einzelne Brände führen zu positiven Rückkopplungen, da sie Kronenschluss senken und Brennmaterial bereitstellen, was zu einer Anfälligkeit für Brände bereits nach wenigen Wochen (anstatt Monaten) der Trockenheit führt. Waldbrände wurden in den letzten 25 Jahren aufgrund von Fragmentierung, Holzentnahme und Brandquellen häufiger. Bauern nutzen häufig die Brandrodung, können diese Brände jedoch nur schwer kontrollieren.[8]

Zur Entwaldung, also der kompletten Entfernung des Waldes, tragen viele Faktoren bei. Der wichtigste Faktor ist die Rodung durch arme Kleinbauern, typischerweise Migranten aus anderen Landesteilen. Große landwirtschaftliche Betriebe sowie Ranches entstehen meist durch die Konsolidierung bereits gerodeter Flächen, wenngleich die Rodung durch Großbetriebe in einigen Regionen ein Hauptfaktor ist. Wanderfeldbau ist die gravierendste Ursache in Afrika, Ranching im tropischen Amerika, Plantagen in Südostasien und der mechanisierte Anbau von Sojabohnen in Brasilien. Die Entwaldungsraten unterscheiden sich von Region zu Region deutlich. In Asien ist die Rate etwa zweimal so groß wie in Afrika, während sie in Amerika am geringsten ist. Auch innerhalb der Regionen besteht eine Variabilität, etwa ist die Entwaldungsrate im Amazonasgebiet Brasiliens, in Teilen Madagaskars und in Zentralsumatra mit mehr als 4 % pro Jahr sehr hoch.[8]

Invasive Arten stellen eine Bedrohung für ozeanische Inseln wie Hawaii dar. Kontinentale Regenwälder sind deutlich widerstandsfähiger, wenngleich es auch dort zunehmend Fälle von Störungen und Fragmentierungen gibt.[8]

Die globale Erwärmung könnte tropische Regenwälder betreffen, die Auswirkungen sind jedoch noch nicht geklärt. Klimamodelle sagen Veränderungen von Temperatur und Niederschlag voraus, die außerhalb des derzeit beobachteten Toleranzspektrums vieler Arten liegen. In den meisten Regionen werden die Interaktionen dieser klimatischen Veränderungen diese direkten Wirkungen vermutlich übertreffen, etwa begünstigen häufigere Dürreperioden die Holzentnahme.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tropischer_Regenwald

 

Stefan Litzl
Hauptstraße 56
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Tel.: +49 (0) 1577 1912 849

Stevie Stefan Litzl N-Projects Deutschland

Dipl.-Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer von N-Projects Deutschland. Stefan Litzl ist Ihr Ansprechpartner für alle Information rund um N-Projects und für den Kauf von Regenwald.